Therapie

Therapie

 

Die Medien sind voll mit Nachrichten über neue Therapiemöglichkeiten.
Teilweise ist das Angebot für Patienten verwirrend: Stripping, Minichirurgie, Laser, Radiowelle, VNUS Closure, Dampf, Superkleber, CHIVA und andere.

 

Oft wird heute die Schaumverödung angeboten. Im Einzelfall kann die Methode gute Ergebnisse erzielen. Aber Vorsicht: Bei vielen Patienten können die Auswirkungen katastrophal sein. Verhärtungen, Braunfärbungen und Schmerzen sind oft die Folge dieser Behandlung.

Unser Credo ist es, jedem Patienten, eine individuelle, maßgeschneiderte Therapie zu geben, basierend auf einer genauen Farbultraschalluntersuchung seiner Venen.

Unser Ziel: Rasch und schmerzfrei effiziente und kosmetisch anspruchsvolle Ergebnisse zu erreichen. Deshalb favorisieren wir die Laser-Behandlung in Kombination mit minichirurgischen Maßnahmen. Wir liegen so im Trend der Centers of Excellence.

Welche Methode ist die für mich geeignetste?

Wir unterscheiden mehrere Typen von Varizen.
Zu Beginn klären wir ab, ob die großen Venenklappen noch gut schließen.
Falls die Venenklappe in der Leiste nicht schließt, kommt es zu einem Rückstrom von Blut aus der Leiste in die Rosenvene (Vena saphena magna). Man nennt diesen Zustand “Stammvarikositas”.
Klassische Therapie war hier seit über 100 Jahren die Strippingoperation. In den meisten  Fällen kann diese heutzutage durch eine Laseroperation ersetzt werden!
Voraussetzung ist aber eine genaue Abklärung mittels Farbduplex: nicht jede/r PatientIn sollte mittels Venenlaser behandelt werden. Es sollte aber auch nicht jedem Patienten die Vene gestrippt werden.

Sollten die Leistenvenenklappen schließen, lediglich Krampfadern im Oberschenkel- bzw. Unterschenkelbereich tastbar sein, so nennt man dies “Seitenastvarikositas”.
Die Therapie ist hier die Minichirurgie. Teilweise wird auch die Schaumverödung angewendet.

Dazwischen gibt es viele Mischformen des Krampfadernleidens mit entsprechenden Therapiekombinationen

Venenlaser (Endolaser)

Über einen kleinen Schnitt im Knie- oder Unterschenkelbereich wird eine Lasersonde in die lange Vene am Oberschenkel (Vena saphena magna) oder Unterschenkel (Vena saphena parva) eingeführt. Durch die an der Spitze der Sonde austretende Laserenergie kommt es zu einer Auflösung der Vene.
Das Verfahren kann in lokaler Betäubung (Tumeszenzanästhesie) durchgeführt werden und ersetzt die früher übliche Strippingoperation mit Leistenschnitt.
Vorteil: Es kommt zu einer deutlich schnelleren Erholungsphase, rasch können die Patienten ihre Alltagsaktivitäten wieder aufnehmen.

Minichirurgie

Über Minischnitte von 0,3 bis 4 mm werden die erweiterten, oberflächlicher gelegenen Venen mittels “Häkchenmethode” entfernt.
Die Methode ersetzt früher übliche Methoden mit Hautschnitten bis 2 cm Länge. Sie kann in vielen Fällen in lokaler Betäubung durchgeführt werden (Operationsmethode nach Varady). Anschließend wird ein Stützstrumpf für 1-3 Wochen getragen.
Die Minichirurgie eignet sich hervorragend zur Kombination mit dem Venenlaser (Endolaser).

Prof. h.c. Flor ist Vizepräsident des Internationalen Forums für Minichirurgie variköser Venen. Er betreibt die Methode seit den neunziger Jahren mit großer Hingabe.

Transluminierte Miniphlebektomie nach Flor
Behandlung von Seitenästen/Perforansvenen

image014-300x176Prinzip: Ein Lichtstab wird unter das Venennetz gebracht, anschließend werden die Krampfadern mittels Häkchenmethode entfernt. Sehr schonender Eingriff bei ausgedehnter Seitenastvarikositas, bei schweren Haut- und Gewebsverhärtungen (Dermatoliposklerose) sowie bei Lymphödem (Lymphstau). Die Technik eignet sich exzellent zur Kombination mit dem Endolaser.

Die Methode, von Dr. Flor entwickelt, wurde im Jahr 2002 von der Amerikanischen Venengesellschaft ACP mit einem Gold Award ausgezeichnet.

Gold Award des American College of Phlebology 2002

Duplexgezielte Schaumverödung

Prinzip: Ein Verödungsmittel wird aufgeschäumt und meist unter Ultraschallkontrolle in die Vene eingebracht. Das Verfahren eignet sich zur Behandlung von Restvarizen nach vorhergehenden operativen Eingriffen. Anschließend sollte für 2-7 Tage ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Die Methode wird heute oft isoliert angeboten.
Systemische Nebenwirkungen, Braunfärbungen der Haut, Verhärtungen und Schmerzen können die Folge sein.

Wir wenden die Methode sehr restriktiv und nur in besonderen Fällen an.

Verödung (Sklerosierung)

Behandlung von Besenreisern
Klassisches Verfahren zur Behandlung kleinerer bis kleinster Veränderungen. Das Prinzip: Ein Verödungsmittel wird in die Vene eingebracht. In weiterer Folge kommt es zu einer Auflösung (Resorption) der Venen bzw. Besenreiser.

Transdermaler Laser

Behandlung zarter Besenreiser
Prinzip: Laserenergie wird von außen über die Haut in die Vene eingebracht. Die Haut wird gleichzeitig gekühlt. Optimales Verfahren zur Behandlung feinster, flächenhafter Besenreiser.

Venaseal

Neuartiger Eingriff, wobei hier ein Klebstoff in die erkrankte Stammvene eingebracht wird. Diese verschließt sich und wird vom Körper aufgelöst.

Das Verfahren wird an einigen Zentren weltweit bereits routinemäßig durchgeführt. Langzeitergebnisse fehlen noch.

Crossektomie

Über einen kleinen Schnitt in der Leiste oder in der Kniekehle werden die dort einmündenden Venen chirurgisch unterbrochen. Auch wenn es ein klassisches chirurgisches Verfahren ist, so können doch Komplikationen wie Blutungen, Lymphschädigungen und Nervenschädigungen auftreten.

Deshalb führen wir den Eingriff schnittfrei mittels Laser durch.

Strippingoperation

Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose oder Spinalanästhesie. Die krampfartig erweiterte Stammvene wird mittels einer Sonde komplett entfernt. Meist können die Patienten nach 1-3 Tagen die Klinik verlassen.

Moderne Srtrippingverfahren wie das “inverte PIN-Stripping” sind etwas schonender als das herkömmliche Strippingverfahren. Trotzdem können ausgedehnte Blutergüsse (Hämatome) und auch Nervenschädigungen die Folge sein.

Schlüssellochchirurgie bei Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)

Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) werden meist durch nicht funktionierende Verbindungsvenen (Perforansvenen) verursacht. Diese Venen müssen unterbunden werden. Ein Schnitt im vorgeschädigten Hautareal sollte jedoch vermieden werden. Eine Kamera wird an die Perforansvene gebracht, um diese dann mit einem Clip zu unterbinden. Die Methode ist sehr aufwändig und wurde in den letzten Jahren durch den Laser ersetzt.

Trivex

Prinzip: Ein Lichtstab wird unter das Venennetz gebracht, anschließend werden die Krampfadern unter Sicht aus dem Gewebe “herausgefräst”.

Schwere Gewebsschäden können die Folge sein. Die Methode ist veraltet und wird auf internationalen Kongressen nicht mehr erwähnt.

Kontakt VeinsInternational.com

Venenpraxis  an der Privatklinik Döbling
Heiligenstädter Straße. 46-48/Ebene 4/Top 10
1190 Wien
Tel.: +43 (0)1 360 66-7617
Nur nach Terminvereinbarung
Wahlarztpraxis

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