Krampfadern

Krampfadern

Varikositas, besser bekannt unter dem Begriff “Krampfadern”, ist eine der häufigsten Erkrankungen der westlichen Gesellschaft (“Varus”: Knoten, Krampf: althochdeutscher Begriff für “krumm”).
Studien gehen davon aus, dass ca. 40 % der Bevölkerung mehr oder weniger an einer Erweiterung der Beinvenen leiden.

Krampfadern: nicht nur ein optisches Problem

Krampfadern sind nicht nur ein optisches Problem, sie können auch verschiedene Beschwerden verursachen („schwere“ Beine, Jucken, Kribbeln). In weiterer Folge können Krampfadern zu Venenentzündungen (Thombophlebitis), Unterschenkelgeschwüren oder auch zu einem Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen (Thrombose) mit der Gefahr eines Lungeninfarktes führen.

Eine Erkrankung der Venen

Die Krampfadernerkrankung ist ein Leiden, welches unsere Venen befällt. Venen sind jene Gefäße (Adern), die unser Blut zum Herzen zurück transportieren. Im Gegensatz zu Schlagadern sind Venen sehr zartwandige, manchmal sogar hauchdünne Gefäße.

Anatomie

Eingeteilt werden die Beinvenen in ein tiefes Venensystem (Leitvenen), in Venen, die auf den Muskeln liegen (Stammvenen), Venen im Unterhautfettgewebe (Seitenäste) und die direkt unter der Haut liegenden bläulichen Adern (Retikuläre Venen).

Die größeren Stammvenen sind die Vena saphena magna und die Vena saphena parva. Diese Venen verändern sich sehr oft zu Krampfadern.

Die verschiedenen Venensysteme sind wie ein Netzwerk miteinander verbunden. Weiter gibt es Verbindungsvenen (Perforansvenen) zwischen den tiefen und den oberflächlichen Venen, ungefähr 200 an jedem Bein.

Das Blut muss gegen die Schwerkraft Richtung Herz fließen. Dabei verhindernVenenklappen ein Zurückfließen des Blutes. Diese Venenklappen findet man in jeder Vene alle 8 bis 10 cm, wobei sich die größten Venenklappen in der Leiste und in der Kniekehle befinden (Mündungsklappen).

Wie kommt es zu Krampfadern, bzw. welche Faktoren begünstigen die Bildung von Krampfadern?

Bedingt durch unseren aufrechten Gang müssen Venen einen hohen Druck aushalten. Es kommt zu einer Ausdehnung der dünnen Venenwände. In weiterer Folge können die Venenklappen nicht mehr schließen.

Das Blut versackt in den Beinen, diese fühlen sich dann schwer an. Chronische Entzündungen sind die Folge. Es kommt im Laufe der Jahre zu vermehrten Venenentzündungen und Hautverfärbungen.
Belastend wirkt sich auch unsere moderne Lebensweise auf die Venensituation aus:
Sitzende Tätigkeiten, wenig Bewegung, Übergewicht, mangelhafte Ernährung und Nikotinkonsum sind gefährdende Faktoren.

Unbehandelte Venenprobleme können nach Jahren sogar zu einem offenen Bein (Ulcus cruris) führen.

Varizen

Krampfadern (Varizen) gibt es in verschiedenen Ausprägungsformen. Diese reichen von zarten blauen oder rötlichen, in der Haut gelegenen, netzförmigen Äderchen (Besenreisern) bis zu dicken “strangförmigen”, teilweise über dem Hautniveau liegenden Krampfadern (Stammvarizen). Bei Letzteren handelt es sich um ein fortgeschrittenes Leiden: Die Venenklappen sind teilweise bereits funktionsuntüchtig.

Besenreiser

Besenreiser sind zarte, unschöne Äderchen, bläulich oder rötlich, einzeln angeordnet, teilweise aber auch flächenhaft über die Beine verteilt, manchmal auch mit schmerzhaften Hautveränderungen.

Retikuläre Varizen

Retikuläre Varizen sind eine leichte Form der Krampfadernerkrankung, erkennbar als erweiterte, knapp unter der Haut gelegene bläuliche Venen. Die normale Venenzeichnung sollte nicht mit den oft geschlängelten, weiten bläulichen retikulären Venen verwechselt werden.

Seitenastvarikositas

Die Seitenastvarikositas ist eine leichte bis schwere Form der Krampfadernerkrankung, begrenzt auf die Seitenäste.

Stammvarikositas

Die Stammvarikositas ist eine leichte bis schwere Form der Krampfadernerkrankung mit Beteiligung der großen Venenklappen in der Leiste oder in der Kniebeuge. Die Seitenäste sind meistens auch krankhaft erweitert.
Bei der isolierten Stammvarikositas kommt es zu einem Rückstrom von Blut aus den Venenklappen, die Seitenäste sind aber nicht erweitert.

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Später Behandlungsbeginn

Nach Jahren eines verschleppten Krampfadernleidens suchte dieser Patient eine Spitalsambulanz auf. Aufgrund der Krampfadern kam es zu schweren Hautveränderungen (Dermatoliposklerose) mit der Bildung eines Unterschenkelgeschwürs (Ulcus cruris) rechts und einer Überlastung der tiefen Beinvenen (chronisch venöse Insuffizienz).

Rechtzeitiger Behandlungsbeginn

Ausgedehnte Varikositas. Der Patient konnte jedoch noch in lokaler Betäubung (Tumeszenzanästhesie) mittels minimal-invasiver Maßnahmen narbenfrei operiert werden.

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